Brothers Daedalus Elphinstone

  Safari
Dauer 6 Tag
Geplante TG's 16 Tauchgänge
min. Voraussetzung Advanced Padi  oder 50 Tauchgänge

Diese Tauchkreuzfahrt, oft auch "Goldenes Dreieck" genannt, bietet sicherlich das Beste, was man als Taucher im Roten Meer machen kann. Schon wenn die drei Buchstaben BDE ausgeprochen werden, verwandelt sich der erfahrene Taucher und wird ganz aufgeregt, sich an die tollen Erfahrungen erinnernd, die er auf dieser Tour gemacht hat, oder er reagiert frustriert, weil er eben diese legendäre Tauchsafari noch nicht erlebt hat. B für Brothers, D für Daedalus und E für Elphinstone; diese drei Tauchplätze sind zwar ein Stückchen voneinander entfernt, aber die besten des Roten Meeres.

Die Brothers-Inseln und Elphinstone sind nur per Tauchsafari zu erreichen und sind die östlichsten Gebiete Ägyptens im Roten Meer.

 

Es wird in Marsa Alam abgelegt (die Tour kann aber auch in Hurghada starten), je nachdem, wo sich das Boot in der Vorwoche aufhielt.

Die Brothers-Inseln (Al Ikhwan oder El Akhawein) befinden sich in der Mitte des Roten Meeres, etwa 36 Seemeilen (70 km) östlich von El Quseir.

Es handelt sich um zwei Inselchen, die von einem mehr als 500 m tiefen Meeresgrund aufragen und an der Oberfläche völlig kahl sind. Ihre exponierte Lage mitten in den Strömungen schafft einen Treffpunkt für alle Hochseebewohner, die hier aus der Tiefe des Meeres hinaufkommen und diese unscheinbaren Felsen in einen der 10 besten Tauchplätze Ägyptens und des Roten Meeres verwandeln.

Drei Jahre lang, von 1996 bis 1998, war hier das Tauchen von der ägyptischen Regierung verboten worden, da zu viele Boote kamen, die sichtbare Probleme geschaffen haben. Nun sind die Brothers ein Nationalpark, in dem eine offizielle Erlaubnis der Küstenwache benötigt und eine Gebühr von 50€ zum Tauchen fällig wird.

Die 2 Inselchen sind weniger als ein Kilometer voneinander entfernt. Die größere, nördliche nennt sich Big Brother und die kleinere im Süden... Little Brother.

 

Big Brother

Die größere der 2 Schwesterinseln ist nur 300 m lang. Sie wird von einem steinernen, 100 m hohen Leuchtturm überragt, der in echt viktorianischem Stil im Jahr 1880 von den Engländern erbaut wurde. Man kann ihn besuchen. Wir taten das auf den Rat unserer Guides nicht, da es wohl mit den vielen anderen Touristen zusammen nur wenig Vergnügen bereitet... Der große Bruder wird nur von ein paar Soldaten bewohnt, die den Leuchtturm instand halten und die Umgebung überwachen.

Am Big Brother gibt es 2 Wracks:

Die Numidia, ganz im Norden, war ein englischer Frachter, der Material für Eisenbahnen transportierte und 1901 sank. Sie liegt auf der Steuerbordseite zwischen 15 und 80 m.

Die Aida, ein ägyptischer, 75 m langer Truppentransporter, ging 1947 bei schlechtem Wetter in Nordwesten unter, während Sie der Leuchtturmmannschaft folgte. Das Wrack liegt vertikal, das Heck am tiefsten in 60 m und der stark beschädigte Bug in etwa 25 m, was einen einfachen Zugang ermöglicht.

 Les iles Brothers

Daedalus

Daedalus liegt etwa 100 Meilen südlich von den Brothers-Inseln und ist keine wirkliche Insel, sondern ein enormes kreisförmiges Riff mit einem Leuchtturm in der Mitte, in dem wie auf den Brothers eine Gruppe Soldaten stationiert ist. Eine lange Brücke verbindet die Gebäude mit der Südwestseite, an der die Schiffe anlegen. Ein schöner kleiner Ausflug ist die Besichtigung des Leuchtturms (wenn es die Soldaten erlauben), von dessen Spitze man einen Super-Blick hat.

Bedingt durch die Größe des Riffs gibt es sehr viele Möglichkeiten zum Tauchen. Die Nordseite wird häufig, wenn die Bedingungen es erlauben, für Morgen-Tauchgänge gewählt. Diese Seite ist ideal für Begegnungen mit Großfischen: Grauhaie und Weißspitzen-Riffhaie, Schwärme von Hammerhaien, große Makrelen, Barrkudas in Schwärmen und große Einzelexemplare, Manta- und Adlerrochen gehören zu den Bewohnern dieser Gewässer. Es befindet sich auch ein Wrack im Norden des Riffs, nur leider zu tief, um es ohne Spezialausrüstung zu betauchen. Die Besonderheiten der Westseite sind außer schönen Weichkorallen und den baumähnlichen Schwarzkoralle auch eine riesige Anemonen-Kolonie mit ihren Clownfischen in der oberen Zone des Abhangs, hier kann man auch gut schnorcheln. Die exponierte Ostseite, geprägt von madreporischen (Hart- und Weichkorallen) Formationen, ist auch ein Bereich, in denen alle Arten von Begegnungen möglich sind. Nahe der Brücke befindet sich die "Korallenpyramide", eine Korallenformation, die sich von 8 Metern Tiefe bis an die Oberfläche erhebt.

 

Elphinstone

Beim Morgengrauen erreichen wir das Riff Elphinstone. ein spektakuläres längliches Riff, das sich Richtung Norden und Süden ausdehnt. Der Nordteil ist ein Plateau mit 25 m Tiefe und einer zweiten Terrasse auf 45 m Tiefe mit sehr konstanten Strömungen. Hier kommen viele Hochseefische und Schwärme von Hammerhaien vorbei. Die Ost- und Westwände sind mit einer Vielzahl an Korallen, Gorgonien uns Schwarzkorallen bedeckt. Sie finden hier eine hohe Dichte an Korallen und Bodenfischen vor. Die Tauchgänge beginnen in der Drift an der Nordseite und enden an der Südseite des Riffs. Im Süden unterhalb des Plateaus auf 25 m formt sich ein immenser Naturbogen, der sich bis auf 55 m Tiefe öffnet und ein beeindruckendes Schauspiel bietet. Hier finden Sie Haie, Thunfische und große Makrelenschwärme.

Longimanus Elphinstone

Der entgültige Ablauf wird, je nach klimatischen Bedingungen, Jahreszeit und aktueller behördlicher Genehmigungssituation, an Bord bei Beginn der Tauchsafari bekanntgegeben.